Nicht nur im Vereinssport, sondern auch im Schulsport gab es in den vergangenen Wochen starke Ergebnisse für den Fleiner Tennisnachwuchs. Mehrere Jugendliche des TC Flein vertraten das Justinus-Kerner-Gymnasium Heilbronn-Sontheim im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ – und das mit großem Erfolg.

Besonders die U12-Mannschaft spielte einen beeindruckenden Wettbewerb. Mit Felix Brüttinger, Aaron Kühnl und Julian Lüdemann standen gleich mehrere Fleiner Spieler gemeinsam mit dem JKG im Finale auf Ebene des Regierungspräsidiums Stuttgart.

U12: Ein starker Weg bis ins Finale

Der Weg dorthin war mehr als überzeugend. Zum Auftakt gewann das JKG-Team klar mit 6:0 gegen das Christoph-Schrempf-Gymnasium aus Besigheim. Danach folgte auf der Anlage des TC Brackenheim ein 5:1-Erfolg gegen die Oscar-Paret-Schule aus Freiberg.

Auch gegen das Deutschorden-Gymnasium aus Bad Mergentheim ließ die Mannschaft wenig anbrennen und gewann deutlich mit 6:0 Matches und 12:2 Sätzen. Damit zog das Team verdient ins Halbfinale der Region Stuttgart ein.

Dort wartete am 16. Juni 2026 eine starke Mannschaft aus Ditzingen. Doch auch diese Aufgabe lösten Benjamin Körber, Eric Marquez-Pflegler, Felix Marquez-Pflegler, Felix Brüttinger, Aaron Kühnl und Julian Lüdemann sehr souverän. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewann das JKG-Team mit 5:1 und erreichte damit das Finale.

Im Endspiel wartete schließlich das Schulteam aus Filderstadt. Das Finale ging leider mit 2:4 verloren. Das Ergebnis klingt allerdings klarer, als es auf dem Platz war: Alle vier verlorenen Spiele wurden erst im Match-Tiebreak entschieden. Viel knapper kann ein Finale kaum laufen.

Herzlichen Glückwunsch an die siegreiche Mannschaft aus Filderstadt. Gleichzeitig gilt unserer U12-Mannschaft des JKG ein großes Kompliment für diese tolle Leistung und den starken Auftritt während des gesamten Wettbewerbs.

Die Mannschaft hat nicht nur starke Ergebnisse erzielt, sondern auch gezeigt, was mit Teamgeist, Konzentration und gegenseitiger Unterstützung möglich ist. Für den Tennissport in Flein und in der Region ist das ein richtig schönes Zeichen.

U18: Starker Auftritt bis ins Viertelfinale

Auch in der Altersklasse U18 war der Fleiner Einfluss deutlich sichtbar. Lotta Lüdemann, Noah Steiner und Vincent Bethe setzten sich gemeinsam mit weiteren Mitspielerinnen und Mitspielern in einer spannenden Begegnung gegen das Schlossgymnasium Kirchheim durch. Mit einem verdienten 4:2-Sieg bei 9:4 Sätzen qualifizierte sich das Team für die nächste Runde.

Im Viertelfinale wartete erneut eine starke Mannschaft des Schlossgymnasiums Kirchheim/Teck. Gegen das im Durchschnitt deutlich ältere Team hielten die JKG-Spielerinnen und -Spieler gut dagegen, mussten sich am Ende aber mit 2:4 geschlagen geben.

Auch wenn der Wettbewerb für die U18 damit beendet war, bleibt die Leistung stark. Das Team hat gezeigt, dass es auch gegen gute Schulmannschaften absolut mithalten kann. Im nächsten Jahr gibt es die nächste Chance.

Vereinssport und Schulsport greifen ineinander

Besonders schön ist der Zusammenhalt über Vereinsgrenzen hinweg. Die Fleiner Jugendlichen bilden beim JKG gemeinsam mit Talenten anderer Vereine starke Teams. Das zeigt, wie wichtig regelmäßiges Training, gute Jugendarbeit, schulische Unterstützung und eine echte Mannschaftskultur sind.

Für die jungen Spielerinnen und Spieler ist dieser Wettbewerb eine besondere Erfahrung. Sie treten nicht nur für ihren Verein an, sondern gemeinsam für ihre Schule. Genau solche Erlebnisse bleiben hängen und stärken Teamgeist, Selbstvertrauen und die sportliche Entwicklung.

Wir gratulieren Benjamin Körber, Eric Marquez-Pflegler, Felix Marquez-Pflegler, Felix Brüttinger, Aaron Kühnl, Julian Lüdemann, Lotta Lüdemann, Noah Steiner und Vincent Bethe sowie allen weiteren Mannschaftskameradinnen und Mannschaftskameraden herzlich zu diesen starken Leistungen.

Ein besonderer Dank gilt außerdem den betreuenden Lehrkräften des JKG, Frau Katja Körber und Herrn Ulrich Amos, die beide Mannschaften während des Wettbewerbs engagiert begleitet und unterstützt haben.

Die Ergebnisse und weiteren Begegnungen des Wettbewerbs können über die offizielle Ergebnisübersicht von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ eingesehen werden.

Für die kommenden Tage sind sehr hohe Temperaturen angekündigt. Tennis bei Hitze stellt Spielerinnen und Spieler besonders auf unbeschatteten Plätzen vor hohe körperliche Belastungen. Sonne, hohe Temperaturen und längere Aufenthaltszeiten im Freien können den Kreislauf stark beanspruchen.

Damit Training, freies Spielen und Verbandsspiele sicher und verantwortungsvoll stattfinden können, bitten wir alle Spielerinnen und Spieler, Eltern, Trainerinnen und Trainer sowie Mannschaftsführerinnen und Mannschaftsführer um besondere Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Tennis bei Hitze: ausreichend trinken und kühlen

Bitte achtet darauf, dass für alle Spielerinnen und Spieler ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Trinkt regelmäßig und nicht erst dann, wenn bereits Durst entsteht.

Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Eiswasser und kalte Handtücher vorbereiten
  • Eistruhe oder Kühlraum im Vereinsheim nutzen
  • Kühltaschen mit Eis an den Plätzen bereitstellen
  • Eimer mit kaltem Wasser zum Kühlen aufstellen
  • die vorhandenen Sonnenschirme konsequent nutzen
  • Kopfbedeckung und Sonnenschutz verwenden

Besonders bei Kindern und Jugendlichen sollten Eltern darauf achten, dass ausreichend Getränke, Sonnenschutz und eine geeignete Kopfbedeckung mitgebracht werden.

Zusätzliche Pausen einplanen

Bei großer Hitze reichen die üblichen Pausen beim Seitenwechsel möglicherweise nicht aus. Plant deshalb zusätzliche Trink- und Erholungspausen ein, zum Beispiel nach jedem Spiel.

Trainerinnen und Trainer sollten die Einheiten an die Temperaturen anpassen:

  • Intensität reduzieren
  • Laufbelastung verringern
  • Pausen verlängern
  • schattige Bereiche nutzen
  • Training bei Bedarf verkürzen oder zeitlich verlegen

Eine Anpassung oder Verkürzung des Trainings ist kein Zeichen von Schwäche, sondern verantwortungsvolles Handeln.

Verbandsspiele bei hohen Temperaturen organisieren

Bei Verbandsspielen sollten die Mannschaften möglichst viele Plätze gleichzeitig nutzen. Dadurch verkürzen sich Wartezeiten und Aufenthaltsdauer in der Sonne.

Mannschaftsführerinnen und Mannschaftsführer sollten frühzeitig Kontakt mit der gegnerischen Mannschaft aufnehmen. Gemeinsam können sie prüfen, ob organisatorische Anpassungen oder eine Spielverlegung möglich und sinnvoll sind.

Bei großer Hitze können Mannschaftsspiele länger dauern als unter normalen Bedingungen. Zusätzliche Pausen, längere Erholungszeiten und notwendige Unterbrechungen müssen deshalb von Beginn an eingeplant werden.

Für die Verlegung von Verbandsspielen gelten die jeweiligen Regelungen des WTB. Bitte stimmt mögliche Änderungen rechtzeitig mit der gegnerischen Mannschaft und den zuständigen Stellen ab.

Warnzeichen ernst nehmen

Bei aller sportlichen Motivation gilt: Die Gesundheit geht vor.

Das Training oder Spiel muss sofort unterbrochen werden, wenn eine Person über folgende Beschwerden klagt:

  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • ungewöhnliche Schwäche
  • Orientierungsschwierigkeiten

Bringt die betroffene Person umgehend aus der Sonne. Sie sollte sich an einem kühlen Ort ausruhen, vorsichtig gekühlt werden und Flüssigkeit erhalten.

Bei starken Beschwerden, Bewusstseinsstörungen oder einer schnellen Verschlechterung muss sofort medizinische Hilfe gerufen werden.

Gemeinsam verantwortungsvoll handeln

Tennis bei Hitze erfordert eine realistische Einschätzung der körperlichen Belastbarkeit. Das gilt besonders für Kinder, Jugendliche und ältere Spielerinnen und Spieler.

Bitte beobachtet die Situation auf den Plätzen aufmerksam, achtet aufeinander und entscheidet im Zweifel immer zugunsten der Gesundheit.

Training, freies Spielen und Verbandsspiele können auch bei hohen Temperaturen stattfinden – allerdings nur dann, wenn alle Beteiligten die Belastung ernst nehmen und die notwendigen Schutzmaßnahmen konsequent umsetzen.

Das erste Tennisturnier ist für viele Kinder ein besonderer Moment. Damit der Einstieg gelingt, sollten Eltern nicht nur die Voraussetzungen für die Teilnahme kennen, sondern auch wissen, wie ein erstes Tennisturnier abläuft – dazu gehört vor allem die LK-Lizenz Tennis.

Viele Eltern erfahren davon allerdings erst bei der ersten Turnieranmeldung und fragen sich:

Braucht mein Kind eine LK-Lizenz?

Die Antwort lautet:

Ja – wenn Ihr Kind an einem LK-Turnier oder DTB-Ranglistenturnier teilnehmen möchte.

Damit es bei der ersten Anmeldung keine Überraschungen gibt, haben wir die wichtigsten Informationen rund um die LK-Lizenz Tennis, Kosten, Anmeldung und Voraussetzungen zusammengefasst.

Was ist die LK-Lizenz Tennis und wofür wird sie benötigt?

Die LK-Lizenz ist die Voraussetzung für die Teilnahme an offiziellen LK-Turnieren und DTB-Ranglistenturnieren.

Sie wurde vom Deutschen Tennis Bund (DTB) gemeinsam mit den 17 Landesverbänden eingeführt und gilt bundesweit einheitlich.

Die Lizenz ist ausschließlich für den offiziellen Turnierbetrieb relevant.

Für den normalen Trainingsbetrieb im Verein oder die Teilnahme an Mannschaftsspielen wird keine LK-Lizenz benötigt.

LK-System Tennis erklärt: So funktioniert die Leistungsklasse

Braucht mein Kind eine LK-Lizenz für ein Tennisturnier?

Eine LK-Lizenz benötigt jeder Spieler und jede Spielerin, die an folgenden Turnierformen teilnehmen möchte:

  • LK-Turniere
  • DTB-Ranglistenturniere

Bei Mannschaftsspielen wird hingegen keine LK-Lizenz benötigt.

Das bedeutet:

  • Medenrunde bzw. Ligaspielbetrieb: keine LK-Lizenz notwendig
    Die Medenrunde ist der offizielle Mannschaftswettbewerb der Tennisvereine mit Punktspielen gegen andere Vereine.
  • Winterrunde: keine LK-Lizenz notwendig
    Auch Mannschaftsspiele während der Wintersaison sind von der Lizenzpflicht ausgenommen.
  • Normale Vereinsmannschaftsspiele: keine LK-Lizenz notwendig

Wer also ausschließlich für seine Mannschaft spielt, benötigt keine LK-Lizenz.

Was kostet die LK-Lizenz?

Die Kosten für die LK-Lizenz betragen:

  • 10 Euro pro Jahr für Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre
  • 20 Euro pro Jahr für Erwachsene

Die Lizenz gilt immer für ein Kalenderjahr und endet deshalb automatisch am 31. Dezember.

Wichtig für Eltern: Wird ein Jugendlicher im Laufe eines Jahres 19 Jahre alt, gilt automatisch der Erwachsenentarif.

Wo kann man die LK-Lizenz kaufen?

Die LK-Lizenz wird ausschließlich online über tennis.de erworben.

Dafür werden zunächst die persönlichen Daten geprüft und bestätigt. Anschließend erfolgt die Zahlung online.

Unser Tipp: Kümmern Sie sich nicht erst am Tag der Turnieranmeldung darum.

Die LK-Lizenz sollte rechtzeitig vor der Meldung zu einem LK- oder Ranglistenturnier beantragt und aktiviert sein. Eine frühzeitige Registrierung erspart unnötigen Stress und verhindert Probleme bei der Turnieranmeldung. Gerade bei LK-Turnieren in der Hallenrunde kann es zeitlich eng werden, da die Zulassung häufig nach dem Zeitpunkt des Meldeeingangs erfolgt und die Teilnehmerfelder schnell voll sind.

Was gilt bei Doppelturnieren?

Auch beim Doppel gilt die Lizenzpflicht.

Beide Spielerinnen beziehungsweise Spieler benötigen eine eigene gültige LK-Lizenz.

Eine gemeinsame Lizenz für das gesamte Doppelteam gibt es nicht.

Welche Vorteile bietet die LK-Lizenz?

Die LK-Lizenz ist zunächst eine Voraussetzung für die Teilnahme am offiziellen Turnierbetrieb.

Darüber hinaus erhalten Spielerinnen und Spieler Zugriff auf persönliche Informationen zur eigenen Tennisentwicklung, beispielsweise:

  • eigene Spielhistorie
  • Entwicklung der Leistungsklasse
  • Informationen zur LK-Berechnung
  • Einblicke in die DTB-Ranglistenberechnung
  • persönliche Statistiken

Gerade für Jugendliche, die regelmäßig Turniere spielen, können diese Informationen interessant sein, um die eigene Entwicklung besser nachzuvollziehen.

Gibt es eine Familienlizenz für mehrere Kinder?

Viele Familien mit mehreren turnierspielenden Kindern fragen sich:

Gibt es einen Rabatt oder eine gemeinsame Familienlizenz?

Wir haben deshalb direkt bei tennis.de nachgefragt.

Die Antwort:

Eine Familienlösung wird derzeit geprüft. Eine konkrete Umsetzung oder ein Zeitpunkt stehen aktuell jedoch noch nicht fest.

Sobald es neue Informationen gibt, werden wir diesen Beitrag aktualisieren.

Warum wurde die LK-Lizenz eingeführt?

Nach Angaben des Deutschen Tennis Bundes sollen die Einnahmen aus der LK-Lizenz unter anderem zur Weiterentwicklung des deutschen Tennis genutzt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Förderung des Nachwuchs- und Spitzensports
  • Unterstützung der Vereins- und Trainerarbeit
  • Weiterentwicklung digitaler Angebote
  • Ausbau der Plattform tennis.de

LK-Lizenz Tennis: Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Braucht jedes Kind im Tennis eine LK-Lizenz?
Nein. Nur Kinder und Jugendliche, die an LK- oder Ranglistenturnieren teilnehmen möchten.

Braucht man eine LK-Lizenz für die Medenrunde?
Nein. Die Medenrunde (Mannschaftswettbewerb mit Punktspielen zwischen Tennisvereinen) ist von der Lizenzpflicht ausgenommen.

Was kostet die LK-Lizenz für Jugendliche?
10 Euro pro Jahr.

Wo kauft man die LK-Lizenz?
Online über tennis.de.

Wann muss die Lizenz vorhanden sein?
Vor der Anmeldung zu einem LK- oder Ranglistenturnier.

Brauchen beide Spieler im Doppel eine Lizenz?
Ja.

Unser Tipp für Eltern

Wenn Ihr Kind erstmals an einem LK-Turnier teilnehmen möchte, kümmern Sie sich am besten frühzeitig um die LK-Lizenz.

Die Lizenz ist nur ein kleiner organisatorischer Schritt – viel wichtiger ist die Erfahrung, die Kinder bei ihrem ersten Turnier sammeln:

Neue Gegner kennenlernen, mit Nervosität umgehen, erste Matches gewinnen oder verlieren und stolz auf die eigene Leistung sein.

Denn genau darum geht es beim ersten Tennisturnier:

Erfahrungen sammeln, Freude am Wettbewerb entwickeln und den nächsten Schritt im Tennis machen.

Eltern im Jugendtennis sollten Kinder am Spielfeldrand ruhig unterstützen

Eltern im Jugendtennis haben eine wichtige Aufgabe: Sie sollen Kinder im Match unterstützen, ohne sie von außen zu steuern. Ein Tennismatch ist für Kinder und Jugendliche eine besondere Situation – und für viele Eltern ebenfalls. Gerade im Jugendtennis zeigt sich, wie wichtig ruhige Unterstützung am Spielfeldrand ist. Auf dem Platz stehen die Kinder allein. Den nächsten Ball müssen sie selbst spielen. Ob ein Ball gut oder aus war, müssen sie selbst entscheiden. Und wenn es eng wird, müssen sie einen Weg finden, ruhig zu bleiben.

Genau das macht Tennis so wertvoll.

Auf dem Platz geht es nicht nur um Vorhand, Rückhand und Aufschlag. Kinder lernen, mit Druck umzugehen, Fehler auszuhalten und nach einem verlorenen Punkt weiterzumachen. Sie erleben, wie wichtig Fairness ist, auch wenn sie sich benachteiligt fühlen. Schritt für Schritt übernehmen sie Verantwortung für ihr eigenes Spiel.

Für Eltern ist das manchmal schwer auszuhalten. Man sitzt am Rand, sieht den Fehler, erkennt vielleicht die bessere Lösung, ärgert sich über eine knappe Entscheidung und möchte am liebsten helfen. Dieser Impuls ist verständlich. Aber im Match ist gut gemeinte Hilfe nicht immer eine Hilfe.

Denn Kinder nehmen am Spielfeldrand viel mehr wahr, als man denkt. Ein Kopfschütteln, ein enttäuschter Blick, eine hektische Handbewegung oder ein kurzer Zuruf können reichen, um zusätzlichen Druck auszulösen. Plötzlich spielt das Kind nicht mehr nur gegen den Gegner, sondern auch gegen die Sorge, die Eltern zu enttäuschen.

Das ist nicht die Unterstützung, die Kinder im Wettkampf brauchen.

Beim TC Flein 1969 e. V. möchten wir, dass Kinder und Jugendliche gerne Tennis spielen, mutiger werden, fair auftreten und sich sportlich wie persönlich entwickeln. Dazu gehört auch, dass wir Erwachsenen am Rand verstehen, welche Rolle uns im Match wirklich zukommt.

Eltern im Jugendtennis: Rückhalt statt Steuerung

Eltern sind im Jugendtennis enorm wichtig. Sie fahren zu Training und Spielen, organisieren Termine, trösten nach Niederlagen, freuen sich über Fortschritte und ermöglichen vieles, was ohne sie nicht funktionieren würde.

Während des Matches verändert sich diese Aufgabe.

Dann geht es nicht darum, taktisch einzugreifen, Entscheidungen zu kommentieren oder von außen Lösungen anzubieten. Wichtiger ist, Ruhe auszustrahlen. Spürt ein Kind, dass seine Eltern gelassen bleiben, kann es leichter selbst gelassen bleiben. Sieht es nach einem Fehler keine Enttäuschung, traut es sich eher, weiter mutig zu spielen.

Eltern helfen im Match am meisten, wenn sie Sicherheit geben – nicht Richtung.

Eltern im Jugendtennis müssen nicht alles richtig machen. Entscheidend ist, dass sie Ruhe ausstrahlen und dem Kind zutrauen, das Match selbst zu bewältigen.

Eltern im Jugendtennis helfen am meisten durch Ruhe

Im Match braucht ein Kind keine Dauerkommentare. Auch kurze Hinweise wie „Konzentrier dich“, „spiel sicherer“, „lauf mehr“ oder „bleib ruhig“ helfen meistens weniger, als sie sollen. Oft erinnern sie das Kind nur daran, dass gerade etwas nicht funktioniert.

Besser ist eine ruhige, verlässliche Präsenz. Zuschauen. Da sein. Gute Ballwechsel fair anerkennen. Nicht jede Szene bewerten und nicht jeden Fehler sichtbar kommentieren.

Kinder dürfen merken: Meine Eltern sind da. Aber sie lassen mich spielen.

Das ist nicht passiv. Im Gegenteil. Es ist eine sehr bewusste Form der Unterstützung. Wer am Rand ruhig bleibt, gibt dem Kind die Chance, im Match selbst Lösungen zu finden. Genau daraus entsteht mit der Zeit echte Wettkampfstärke.

Eltern im Jugendtennis: Das Match gehört dem Kind

Tennis ist ein Sport, in dem Kinder sehr früh lernen müssen, selbst Entscheidungen zu treffen. Sie zählen selbst. Bälle werden von ihnen beurteilt. Kleine Konflikte müssen sie auf dem Platz lösen. Auch Phasen, in denen nichts klappt, gehören dazu.

Das ist nicht immer angenehm. Aber genau darin liegt der Wert.

Greifen Erwachsene ständig ein, nehmen sie dem Kind einen wichtigen Teil dieser Erfahrung. Ein verlorenes Match, in dem ein Kind selbst Lösungen gesucht hat, kann wertvoller sein als ein Sieg, der von außen begleitet, gelenkt und kommentiert wurde.

Selbstständigkeit entsteht nicht dadurch, dass man Kindern jede schwierige Situation abnimmt. Sie entsteht, wenn man ihnen zutraut, damit umzugehen.

Natürlich bedeutet das nicht, dass Kindern alles egal sein soll. Ehrgeiz gehört dazu. Sie dürfen gewinnen wollen, sich ärgern und enttäuscht sein. Entscheidend ist, dass sie lernen, mit diesen Gefühlen umzugehen, ohne dass von außen jede Situation sofort bewertet oder korrigiert wird.

Eltern im Jugendtennis leben Fairness vor

Kinder beobachten genau, wie Erwachsene sich verhalten. Sie sehen, ob über Gegner geschimpft wird. Sie merken, ob strittige Entscheidungen akzeptiert oder ständig kommentiert werden. Und sie spüren, ob der eigene Erfolg wichtiger ist als ein fairer Umgang.

Deshalb ist das Verhalten am Rand Teil der sportlichen Ausbildung.

Gerade Eltern im Jugendtennis prägen mit ihrem Verhalten, ob ein Match ruhig, fair und respektvoll bleibt.

Beim Tennis gehört Fairness nicht nur ins Regelheft. Sie zeigt sich in kleinen Momenten: beim Applaus für einen guten Ballwechsel, beim Respekt gegenüber dem Gegner, beim Akzeptieren knapper Entscheidungen und beim Tonfall nach dem Match.

Wer Fairness von Kindern erwartet, muss sie als Erwachsener vorleben.

Das gilt besonders im Jugendbereich. Kinder und Jugendliche orientieren sich nicht nur an Trainerinnen und Trainern. Auch Eltern, Betreuer, Mannschaftsführer und andere Erwachsene am Platz prägen die Atmosphäre. Der Ton am Rand beeinflusst den Ton auf dem Platz.

Eltern im Jugendtennis: Was tun, wenn es schwierig wird?

Natürlich läuft im Jugendtennis nicht immer alles ideal. Es gibt strittige Ballentscheidungen. Manchmal zählt ein Kind falsch. In anderen Situationen wirkt es so, als würde ein Gegner bewusst unfair spielen. Auch Eltern am Rand mischen sich gelegentlich ein.

Gerade dann zeigt sich, ob wir Erwachsenen wirklich helfen – oder ob wir die Situation verschärfen.

Solche Situationen sollten Eltern nicht selbst am Platz regeln. Gespräche mit dem gegnerischen Kind, Zurufe über den Zaun oder Zeichen an das eigene Kind führen fast immer zu mehr Unruhe. Beide Kinder geraten zusätzlich unter Druck, und aus einer schwierigen Spielsituation wird schnell ein unnötiger Konflikt.

Der bessere Weg ist klar: ruhig bleiben und die zuständige Person ansprechen.

Bei Mannschaftsspielen ist das in der Regel der Mannschaftsführer oder die betreuende Person. Bei Turnieren sind Turnierleitung oder Oberschiedsrichter zuständig. Dort kann sachlich geschildert werden, was beobachtet wurde. Danach kann entschieden werden, ob und wie eingegriffen werden muss.

Wichtig ist dabei der Ton. Nicht jedes falsch angesagte „Aus“ ist Absicht. Gerade Kinder und Jugendliche sind in Drucksituationen oft unsicher, sehen Bälle anders oder verlieren kurz den Überblick beim Zählen. Trotzdem darf Fairness eingefordert werden. Aber bitte über den richtigen Weg.

Es geht nicht darum, alles hinzunehmen. Entscheidend ist, nicht selbst Teil des Problems zu werden.

Wer ruhig bleibt, die Situation sachlich einordnet und die zuständige Person einbezieht, schützt das eigene Kind, den Gegner und die Atmosphäre auf der Anlage.

Was Eltern beim Tennis besser vermeiden sollten

Manche Reaktionen schaden fast immer mehr, als sie helfen: Coaching von außen, Eingriffe bei Entscheidungen, sichtbare Enttäuschung, abwertende Kommentare über Gegner oder Spielweise und ständiger Blickkontakt nach jedem Punkt.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht. Gerade wenn man mitfiebert, fällt Zurückhaltung schwer. Trotzdem ist sie oft die beste Unterstützung.

Kinder brauchen keine perfekte Elternreaktion. Aber sie brauchen das Gefühl, dass ihr Wert nicht vom Ergebnis abhängt.

Ein Kind darf ein Match verlieren, ohne danach das Gefühl zu haben, versagt zu haben. Fehler gehören dazu, auch leichte Fehler. Und manchmal läuft ein Spiel einfach schlecht, ohne dass daraus sofort ein großes Thema werden muss.

Das bedeutet nicht, dass Leistung unwichtig ist. Aber Leistung entsteht nicht durch Druck am Zaun. Sie entsteht durch Training, Erfahrung, Mut, Freude und Vertrauen.

Eltern im Jugendtennis: Nach dem Match richtig reagieren

Nach dem Spiel darf gesprochen werden. Dann ist Zeit für Einordnung, Trost, Lob und auch für ehrliche Rückmeldung. Entscheidend ist, wie dieses Gespräch beginnt.

Hilfreich ist es, zuerst das Kind erzählen zu lassen. Wie hat es sich gefühlt? Was hat gut funktioniert? Wo wurde es schwierig? Welche Erfahrung nimmt es aus dem Match mit?

Solche Fragen helfen Kindern, ihr eigenes Spiel zu verstehen. Der Blick geht dann nicht nur auf das Ergebnis, sondern auf Entwicklung: Was habe ich versucht? Was habe ich gelernt? Wo bin ich mutig geblieben?

Natürlich darf man auch über Fehler sprechen. Aber nicht jeder Fehler braucht sofort eine Analyse. Manchmal braucht ein Kind nach dem Match zuerst etwas ganz anderes: Ruhe, Anerkennung, Abstand oder einfach den Satz: „Schön, dass du gespielt hast.“

Gerade nach Niederlagen ist das wichtig. Wer direkt mit Kritik beginnt, verpasst oft den eigentlichen Moment. Die meisten Kinder wissen sehr genau, dass nicht alles gut war. Hilfreicher als eine sofortige Fehlerliste ist jemand, der ihnen hilft, wieder klar zu werden.

Unser Verständnis von Jugendtennis beim TC Flein

Wir freuen uns über Siege, gute Ergebnisse und erfolgreiche Mannschaften. Natürlich. Wettkampf gehört zum Tennis. Ehrgeiz gehört dazu. Leistung darf sichtbar werden.

Aber Jugendtennis ist mehr als Ergebnistabellen, LK-Punkte und gewonnene Matches.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Kinder. Sportlich, mental und menschlich. Sie sollen lernen, mutig zu spielen, fair zu bleiben, mit Niederlagen umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Tennis soll Freude machen – auch dann, wenn nicht jeder Ball gelingt und nicht jedes Match gewonnen wird.

Dafür braucht es Trainerinnen und Trainer, die begleiten. Mannschaften, die zusammenhalten. Einen Verein, der gute Rahmenbedingungen schafft. Und Eltern, die am Rand genau das geben, was Kinder im Match am meisten brauchen.

Eltern im Jugendtennis sind deshalb ein wichtiger Teil unserer Vereinskultur: nicht als Trainerbank am Zaun, sondern als ruhiger Rückhalt.

Ruhe, Vertrauen und Fairness.

Nicht jedes Match muss gewonnen werden.
Aber jedes Match kann ein Schritt nach vorne sein.

Der TC Flein 1969 e.V. und der TSB TC Horkheim wollen im Jugendbereich künftig enger und partnerschaftlich zusammenarbeiten. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Vorstand des TC Horkheim wurde besprochen, wie beide Vereine ihre Möglichkeiten im Jugendtennis sinnvoll bündeln und den Kindern und Jugendlichen zusätzliche Perspektiven eröffnen können.

Das Gespräch war sehr konstruktiv und partnerschaftlich. Schnell wurde deutlich, dass beide Vereine im Jugendbereich ähnliche Ziele verfolgen: Kinder und Jugendliche sollen mehr Möglichkeiten bekommen, Tennis zu spielen, sich sportlich weiterzuentwickeln und auch über den eigenen Verein hinaus Kontakte zu knüpfen.

Eine engere Zusammenarbeit kann beiden Vereinen helfen. Mannschaften lassen sich stabiler aufstellen, Trainings- und Spielmöglichkeiten können erweitert werden und die Jugendlichen sammeln mehr Matchpraxis. Gleichzeitig können auch Familien besser miteinander vernetzt und der Austausch zwischen den Vereinen gestärkt werden.

Konkret vorgesehen sind gemeinsame Trainingsangebote, Jugendveranstaltungen sowie Mannschaften, die sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. Außerdem können Jugendliche beider Vereine nachmittags auch auf der jeweils anderen Anlage ohne Gastgebühr spielen. Voraussetzung ist, dass sie dort gemeinsam mit einem Jugendlichen des anderen Vereins spielen und keine Trainings-, Mannschafts- oder Turnierzeiten betroffen sind.

Eine formelle Spielgemeinschaft ist nicht vorgesehen. Die Zusammenarbeit soll bewusst pragmatisch bleiben und dort ansetzen, wo sie den Jugendlichen beider Vereine konkret hilft.

Für die kommende Winterhallenrunde ist bereits Folgendes abgestimmt: Der TC Horkheim meldet eine U15-Mannschaft. Der TC Flein meldet eine U18-Juniorenmannschaft. Zusätzlich wird geprüft, ob eine U15-Juniorinnenmannschaft gemeldet werden kann. Eine zweite U18-Juniorenmannschaft wird nur dann gemeldet, wenn sie personell wirklich stabil aufgestellt werden kann. Eine Meldung nur auf dem Papier hilft am Ende niemandem, wenn von Beginn an mit unsicheren Ersatzspieler-Lösungen geplant werden müsste.

Darüber hinaus sollen gemeinsam alle Jugendlichen beider Vereine erfasst werden, die grundsätzlich für weitere Mannschaften infrage kommen. Anschließend kann geprüft werden, welche Mannschaftsmeldungen sportlich und organisatorisch sinnvoll sind. Das betrifft insbesondere mögliche gemischte Mannschaften in der U15 und U18 sowie die Frage, ob eine U18-Juniorinnenmannschaft zustande kommen kann.

Entscheidend ist ein pragmatischer und verlässlicher Ansatz: Jede gemeldete Mannschaft muss personell tragfähig sein und den Jugendlichen echte Spielmöglichkeiten bieten. Ziel ist nicht, möglichst viele Mannschaften zu melden, sondern stabile Strukturen zu schaffen, von denen die Kinder und Jugendlichen beider Vereine dauerhaft profitieren.